Familienprojekt Garten

Gärtnern ist ein tolles Familienhobby! An der frischen Luft aktiv und kreativ sein entspannt. Beim Gärtnern kann sich die ganze Familie beteiligen und einen schönen Ausgleich zum Alltag finden.

Familienzeit-Gartenkarten

© Shutterstock / POP-THAILAND / WWF-UK

Unsere Familienzeit-Gartenkarten

Ob kleiner Balkon, großer Garten oder sonniges Fensterbrett – Gärtnern geht überall. Auf unseren Familienzeit-Gartenkarten findet ihr die einfachsten Pflanzen für euren Familiengarten, von duftenden Küchenkräutern bis zur bunten Blumenwiese.

Hier könnt ihr die Gartenkarten herunterladen und ausdrucken. 

Familienzeit im Garten heißt: Ganz viele Aktivitäten sind möglich. Zum Beispiel selber Gemüse und Obst anbauen und ernten. Oder der Natur auf die Sprünge helfen: Mit Nisthilfen für Insekten, einer Wildblumenwiese oder Wasserstellen für Tiere.

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Egal ob klein und verwildert, groß und akkurat, ob mit ertragreichen Gemüsebeeten oder als Kinderparadies. Euer Garten – oder auch der Balkon, die Dachterrasse, der Innenhof – sollte ein Ort sein, an dem sich alle Familienmitglieder wohlfühlen.

Unser Tipp:

Auch wenn ihr Zuhause keine Möglichkeit habt, müsst ihr auf euer Gartenglück nicht verzichten. Häufig gibt es in der Nähe Schrebergärten, die gepachtet werden können oder ihr geht eine Gartenpatenschaft ein.

Worauf solltet ihr achten, wenn ihr nachhaltig gärtnern wollt? Wir haben für euch ein paar hilfreiche Tipps zusammengestellt:

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1 Tierfreundliche Umgebung

Vielfalt ist nicht nur schön anzusehen, sondern schafft auch Lebensraum. Hecken, Hölzer oder begrünte Fassaden bieten Igeln, Vögeln und nützlichen Insekten Zuhause und Schutz.

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2 Kraft der Natur nutzen

Ameisen mögen keinen Lavendel (viele Schmetterlinge schon), Bohnenkraut vertreibt Blattläuse und Salbei wirkt abschreckend auf Schnecken – in der Natur finden wir viele natürliche Helfer für nachhaltiges Gärtnern.

3 Natürlich schön gestalten

Schmückt euren Garten, Balkon oder das Nachbarschaftsbeet bevorzugt mit heimischen Pflanzen (die Insekten bestäuben können) und achtet beim Kauf darauf, was zu eurem Boden passt.

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Unser Tipp:

Lasst euch einfach überraschen, was aus der Erde kommt. Häufig entfernen wir vermeintliches Unkraut, statt der Natur die Freiheit zu geben, sich zu entfalten.

4 Bienenfreundlich pflanzen!

Verwandelt euren Garten oder Balkon in eine Bienenweide.
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Schon gewusst?

Ein Drittel unserer Nahrungsmittel gäbe es nicht ohne Bienen. Wir können unseren Innenhof, Balkon oder sogar unser Fensterbrett bienenfreundlich gestalten. Die einfache Faustformel: heimische Blühpflanzen wählen!

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5 Umweltfreundlich Düngen

Torffreie Blumenerde tut nicht nur den Pflanzen gut, sondern schützt auch die Natur! Aufgrund des jahrhundertelangen Torfabbaus gibt es in Deutschland kaum noch natürliche Hochmoorflächen.

6 Selber kompostieren

Euer Bioabfall muss nicht ungenutzt in der Mülltonne landen. Mit einem Komposthaufen erzeugt ihr euren eigenen idealen Dünger.

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7 Regentonne vor Gartenschlauch

Im Sommer kann das Wasser knapp werden. Eine Regentonne hilft und schafft Reserven. Ist sie leer, könnt ihr immer noch auf den Wasserschlauch zurückgreifen.

Tipp: Wenn ihr euren Garten nur morgens oder abends bewässert, ist die Verdunstung geringer und ihr spart Wasser.

 

8 Naturfreundliche Gartenmöbel

Schöne Holzmöbel sehen im Garten gut aus und schlagen Plastikstühle und Co. um Längen. Wichtig ist, dass das Holz aus naturnaher und sozial verträglicher Forstwirtschaft stammt. Diese erkennt ihr am FSC-Siegel.

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9 Ökologisch Grillen

Wer unbedingt auf Holzkohle grillen möchte, sollte FSC-zertifizierte Holzkohle verwenden. Nach dem Grillen könnt ihr die kalte Asche auf den Komposthaufen geben oder über eure Beete streuen. Das schützt vor Blattläusen.

Eine ökologisch unbedenklichere Alternative zum Grillen auf Holzkohle sind Elektro-Grills (natürlich mit „grünem Strom“) oder Gas-Grills. Mehr Infos zum Grillen gibt es hier.

10 Naturschonend Rasenmähen

Ihr solltet den Rasen so selten wie möglich mähen, alle vier Wochen reichen aus. Das spart nicht nur Zeit und Energiekosten, sondern schont auch Tiere und Pflanzen in eurem Garten.

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11 Bietet Regenwürmern eine Heimat

Ist in eurem Garten der Wurm drin? Dann könnt ihr euch freuen. Regenwürmer fördern die natürliche Bodenfruchtbarkeit. Sie bringen mineralstoffreiche Erde an die Oberfläche, bauen Pflanzenreste und schädliche Keime ab und lockern den Boden.
 

12 Erlaubt dem Laub das Liegenbleiben

Wenn im Herbst die ersten Blätter fallen, lasst sie einfach liegen. Das spart nicht nur Zeit: Die Blätter sind auch der beste Dünger für eure Pflanzen und Bäume. Auf keinen Fall solltet ihr motorisierte Laubbläser benutzen.

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Mehr über ökologisches Gärtnern erfahren?
Familie ist ein wichtiger Ort für Veränderung. Helft gemeinsam aktiv mit, unseren Planeten zu bewahren.

Euer Gartenprojekt im Kindergarten, in der Schule oder auf dem Balkon

Wir lieben’s grün

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Im Kindergarten, in der Schule oder in der Wohnung – viele Kinder verbringen einen großen Teil des Tages drinnen. Vor allem Stadtkinder ohne eigenen Garten haben keinen direkten Zugang zur Natur und kennen Landwirtschaft vielleicht nur aus der Theorie. Doch das muss nicht sein. Mit ein paar Handgriffen verwandelt ihr auch den kleinsten Balkon oder eine Hof-Ecke zu einer bunten Landschaft aus Blumen, Topf-Gemüse und Naschobst.

Unser Kollege Niklas zeigt euch, wir er seinen Balkon insektenfreundlich gestaltet:

© Foto: Ola Jennersten / WWF Schweden © Video: WWF Deutschland

„Lange dachte ich, dass ich kein Talent fürs Gärtnern habe, obwohl meine Mutter Garten- und Landschaftsarchitektin ist! Als ich aber dieses Jahr mal meine Balkonkisten mit Erdbeeren, Tomaten und mehr bepflanzt habe und den Samen beim Keimen, Blühen und Früchtetragen zusehen durfte, war ich mega beeindruckt! Gärtnern macht richtig Spaß!“

Niklas Kolorz, WWF-Manager für Multimedia

Wunderwelt Natur erleben

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Beim Gärtnern können Kinder die Natur erleben und Erfahrungen mit allen Sinnen sammeln. Wie riecht Lavendel? Welche verschiedene Blattfarben gibt es? Wie zwitschern die Vögel? Wie schmecken verschiedene Beerensorten? Wie fühlt sich nasse Erde an?

Ob Gemüse anpflanzen oder Bienen beobachten: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wie spannend ist es zu sehen, wie aus einem Samen eine stattliche Möhre oder aus einem Mini-Pflänzchen ein großer Salatkopf wird. Und wer probiert nicht gern, was er oder sie selbst gepflanzt hat?

So startet ihr euer Sommerprojekt Naschbeet für die ganze Familie

Carola Laun / KJMK

Bevor ihr beginnt, setzt euch zusammen und überlegt gemeinsam, wie ihr euer Beet gestalten möchtet. Wie viel Platz steht euch zur Verfügung? Ein kleines Naschbeet sollte mindestens einen Quadratmeter umfassen. Wo wollt ihr das Beet anlegen? Am besten sucht ihr euch ein besonders sonniges Plätzen aus. Was wollt ihr anpflanzen? Damit ihr schnelle Erfolge erzielt, solltet ihr Samen und Setzlinge auswählen, die schnell wachsen. Hierzu solltet ihr Sorten wählen, die sich auch roh essen lassen, dann kann direkt am Beet genascht werden. Gut geeignet sind zum Beispiel Radieschen, Karotten, Tomaten, Zuckerschoten, Pflücksalat, verschiedene Kräuter, aber auch Beerensträucher wie zum Beispiel Johannisbeeren. All diese Sorten können auch gut auf dem Balkon gezüchtet werden. Hierfür sucht ihr euch entsprechend große Tontöpfe aus, die ihr bemalen und verzieren könnt. Mit torffreier Erde und Samen oder Setzlingen könnt ihr auch ohne Garten schon bald frisches Obst und Gemüse ernten.

 

Für Balkongärtner:innen

Euer Balkon muss im Winter nicht kahl sein. Verwandelt euren Balkon gemeinsam als Familie von Frühling bis Winter in eine spannende Garten-Oase.

Bei der Arbeit machen alle Familienmitglieder mit. Hierbei steht der Spaß im Fokus, denn schließlich sollte niemand etwas machen, was er oder sie nicht mag. Zu den Aufgaben gehören beispielsweise:

  • Beschaffung der benötigten Materialien, Samen und Jungpflanzen (bevorzugt von einheimischen Gewächsen wegen der Insektentauglichkeit),
  • Aufbereitung des Beets (Jäten, Boden gut auflockern),
  • Säen und Einpflanzen,
  • das Beet rundherum mit Steinen und Hölzern verzieren oder
  • die Töpfe anmalen.

Ist euer Beet größer, lohnt es sich vielleicht, mit Steinplatten, Kies oder Brettern einen Pfad zu legen. Und selbstverständlich muss in den folgenden Tagen und Wochen immer wieder gegossen und nach den Fortschritten geschaut werden, bis schließlich geerntet werden kann.

 

 

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Tipp:

Ihr müsst nicht alles kaufen. Fragt in eurer Nachbarschaft nach Setzlingen, Ablegern und gebrauchten Blumentöpfen.

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Ihr werdet sehen, dass kleine, aber auch große Kinder und vielleicht auch Jugendliche schnell Gefallen finden. Ein gemeinsames Projekt fördert nicht nur die Familiengemeinschaft, sondern auch wichtige Sozialkompetenzen wie Verantwortung übernehmen, geduldig sein, sich langfristiger mit etwas beschäftigen und auch Rückschläge hinzunehmen, wenn etwas mal nicht klappt und eine Pflanze vielleicht eingeht. Besonders schön ist, wenn ihr euren Kindern das Vertrauen entgegenbringt, auch mal „Erwachsenenaufgaben“ zu übernehmen. Lasst sie selbst den Spaten und die Harke oder Heckenschere benutzen, ihre Kraft und Geschick austesten und motiviert sie dazu, Neues auszuprobieren. Ältere radeln in die Gärtnerei und suchen eigenständig Pflanzen aus, die sie einpflanzen möchten.

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Das Schöne an diesem Sommerprojekt ist, dass es individuell erweiterbar ist.

© Beate Roloff-Beyer

 Errichtet einen Badeplatz für Vögel – auch sie freuen sich im heißen Sommer über eine Abkühlung.

Schafft mit Hölzern, Blättern und Steinen einen Unterschlupf für heimische Wildtiere (auch sie nutzen gern eine Wasserstelle). Baut aus einem unbehandelten Stück Hartholz ein Haus für Bienen und andere Insekten.

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© Donné Beyer

Schmeckt die Kraft der Natur: Ob fürs Heilen, Kochen oder Würzen – zahlreiche einheimische Pflanzen können vielfältig verwendet werden. In unserem Flyer „Kleines Kräuterwissen“ stellen wir euch einige von ihnen vor.

Macht euren Dünger selbst: Errichtet einen Komposthaufen. Hierfür müsst ihr zwar zu Beginn ein bisschen Arbeit investieren, doch es lohnt sich. Eigener Kompost ist Natur-Kraftstoff für den Garten! Ein Mini-Komposthaufen geht sogar auf dem Balkon.

© Donné Beyer
© privat

"Wir sind vor kurzem umgezogen und finden es toll, dass wir mit unseren Kindern im eigenen Garten Vögel, Igel und Bienen beobachten können. Auch bei der gemeinsamen Gartenarbeit haben alle Spaß. Selbst angebautes Obst und Gemüse ist einfach etwas ganz Besonderes."

Denise und Mateo mit René und Frida

Warum wir den WWF unterstützen? Weil wir von Natur aus zusammenhalten!

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Nachhaltigkeit als Familiensache
Wilde Pflanzen nutzen